Bei laufenden Bauarbeiten in der Elberfelder Innenstadt sind menschliche Knochen freigelegt worden. Die Funde stehen im Zusammenhang mit einem ehemaligen Friedhof, der sich bis zum späten 18. Jahrhundert in diesem Bereich befand. Die Entdeckung erfolgte im Zuge von Erdarbeiten zur Verlegung neuer Leitungen.
Historischen Quellen zufolge lag rund um die heutige City-Kirche ein evangelisch-reformierter Begräbnisplatz, der über mehrere Jahrzehnte genutzt und im Jahr 1785 aufgegeben wurde. Mit der anschließenden Umgestaltung des Areals verschwand der Friedhof aus dem Stadtbild, während sich im Untergrund weiterhin Bestattungsreste erhielten.
Die derzeitigen Bauarbeiten finden in einem archäologisch sensiblen Gebiet statt. Aus diesem Grund werden die Maßnahmen fachlich begleitet, um mögliche Funde sachgerecht zu dokumentieren und einzuordnen. Neben menschlichen Überresten wurden in der Vergangenheit in diesem Bereich auch Gegenstände aus verschiedenen Epochen entdeckt, darunter Keramik und Alltagsgegenstände.
Das Auftreten von Knochenfunden gilt unter diesen Umständen als erwartbar. In innerstädtischen Lagen mit historischer Nutzung als Begräbnisstätte kommt es bei Tiefbauarbeiten regelmäßig zur Freilegung solcher Relikte. Die aktuellen Funde werden nun untersucht, um weitere Erkenntnisse über die Nutzung des ehemaligen Friedhofs und die damaligen Bestattungspraktiken zu gewinnen.