Neue Intensivwohngruppe in Wuppertal bietet Jugendlichen Perspektiven

Wtotal/CCA


Ehemalige Kirche in Nächstebreck zu moderner Jugendhilfeeinrichtung umgebaut – Sieben junge Menschen erhalten rund um die Uhr Betreuung

Wuppertal. In Nächstebreck hat eine neue stationäre Wohneinrichtung für Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf ihren Betrieb aufgenommen. Der Verein für sozialtherapeutische Kinder- und Jugendarbeit (SKJ) hat das Gebäude an der Straße Hölken nach umfangreichen Umbauarbeiten am vergangenen Freitag offiziell eröffnet. Dort werden künftig sieben junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren intensivpädagogisch begleitet.

Die Einrichtung richtet sich an Jugendliche, die aufgrund schwieriger persönlicher Lebensumstände eine besonders engmaschige Betreuung benötigen. Gemeinsam mit qualifizierten Fachkräften sollen sie ihre Lebenssituation stabilisieren, individuelle Herausforderungen bewältigen und tragfähige Zukunftsperspektiven entwickeln. Die Betreuung ist rund um die Uhr gewährleistet.

Ehemalige Kirche wird zum Wohnraum

Ausgangspunkt für das neue Projekt war der Zustand der bisherigen Unterkunft an der Görlitzer Straße, die den Anforderungen an eine zeitgemäße Jugendhilfeeinrichtung zunehmend nicht mehr entsprach. Der SKJ entschied sich deshalb für den Umbau einer ehemaligen neuapostolischen Kirche in Nächstebreck.

Auf insgesamt 430 Quadratmetern Wohnfläche entstanden acht möblierte Einzelappartements. Eines davon wurde barrierearm beziehungsweise inklusionsgerecht gestaltet, um auch besonderen individuellen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Damit bietet das Gebäude den jungen Bewohnern Rückzugsmöglichkeiten und zugleich einen Rahmen für die intensive pädagogische Arbeit.

Der Umbau stellte für den Träger eine erhebliche organisatorische und finanzielle Aufgabe dar. Ein Teil der Kosten konnte durch Spenden gedeckt werden. Dabei kamen 28.238,45 Euro zusammen. Die Bethe-Stiftung verdoppelte den Betrag und leistete damit einen zusätzlichen Beitrag zur Realisierung des Vorhabens.

Stadt begrüßt Ausbau der Jugendhilfe

An der Eröffnungsfeier nahmen unter anderem Wuppertals Sozialdezernentin Annette Berg, Jugendamtsleiterin Christine Roddewig-Oudnia und die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Oberbarmen, Heike Reese, teil. Sie würdigten die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Träger sowie die Bedeutung des neuen Angebots für die örtliche Jugendhilfelandschaft.

Die Einrichtung gilt auch als Gewinn für den Stadtteil, da das zuvor kirchlich genutzte Gebäude einer sozialen Aufgabe zugeführt wurde. Zugleich reagiert der SKJ mit dem neuen Standort auf den wachsenden Bedarf an intensivpädagogischen Betreuungsplätzen für Jugendliche.

Der Verein unterstützt neben der Wohngruppe weitere soziale Projekte und ist dafür weiterhin auf Spenden angewiesen.

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