Ermittler durchsuchen Wohnung eines 55-Jährigen in Elberfeld – 3D-Drucker, Munition und verbotene Waffenteile beschlagnahmt – Hinweise auf rechtsextreme Bezüge
Wuppertaler Ermittler haben am Montag, 31. August, die Wohnung eines 55 Jahre alten Mannes in der Elberfelder Südstadt durchsucht. Dabei stellten sie mehrere Schusswaffen, Munition und zahlreiche waffenrechtlich verbotene Bauteile sicher. Nach Angaben der Polizei wurden drei Schusswaffen entdeckt, die mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt worden sein sollen.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis aus dem beruflichen Umfeld des Mannes. Bei einer routinemäßigen Überprüfung von Firmencomputern war festgestellt worden, dass der Mitarbeiter Dateien mit Anleitungen beziehungsweise Unterlagen zum Bau von Schusswaffen heruntergeladen und gespeichert hatte. Da der Mann zu diesem Zeitpunkt krankheitsbedingt abwesend war, wurde anschließend sein Spind kontrolliert. Dort fanden Verantwortliche unter anderem eine scharfe Schusswaffe und informierten die Polizei.
Die Ermittler stellten die Waffe sicher und nahmen weitere Untersuchungen auf. Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin beim Amtsgericht Wuppertal einen Durchsuchungsbeschluss. Wegen der Hinweise auf eine mögliche weitere Bewaffnung des Beschuldigten wurde der Polizeieinsatz mit entsprechend starken Kräften vorbereitet und durchgeführt.
Bei der Durchsuchung stießen die Beamten auf drei unterschiedlich ausgeführte, mit einem 3D-Drucker hergestellte Schusswaffen. Hinzu kamen zahlreiche waffenrechtlich verbotene Bauteile und eine größere Menge scharfer Munition. Außerdem wurden zehn erlaubnisfreie Waffen sowie zwei 3D-Drucker beschlagnahmt. Einer der Drucker war nach Angaben der Polizei beim Eintreffen der Einsatzkräfte gerade in Betrieb.
Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich zudem Hinweise auf mögliche rechtsextreme Bezüge des Beschuldigten. Demnach soll er zumindest in den vergangenen Jahren Inhalte mit rechtsextremem Hintergrund im Internet mit einer entsprechenden Reaktion versehen haben. In der Wohnung fanden die Beamten außerdem eine Anstecknadel mit einem Hakenkreuzsymbol.
Bei seiner polizeilichen Vernehmung bestritt der 55-Jährige, dass seine Bewaffnung politisch motiviert gewesen sei. Die Ermittlungen zu den sichergestellten Waffen, den weiteren Gegenständen und den möglichen politischen Bezügen dauern an.