Sozialtraining stärkt Konfliktfähigkeit an Wuppertaler Grundschule

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Wuppertal. An der Hermann-Herberts-Grundschule in Cronenberg ist ein umfassendes Sozialtraining zur Gewaltprävention durchgeführt worden. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Förderung eines respektvollen Miteinanders sowie der konstruktive Umgang mit Konflikten im Schulalltag. Ermöglicht wurde die Umsetzung durch eine Förderung der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West in Höhe von 1000 Euro.

Das Bildungsprogramm verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der neben den Schülern auch Lehrkräfte und Eltern einbezieht. Ziel ist es, Konfliktsituationen frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Strategien gewaltfrei zu lösen. Dabei werden soziale und emotionale Kompetenzen gezielt gestärkt und in den schulischen Alltag integriert.

Konflikte wie Beleidigungen, körperliche Auseinandersetzungen oder Ausgrenzung stellen bereits im Grundschulalter eine Herausforderung dar und beeinträchtigen das Lernklima. Das Training setzt hier an und vermittelt altersgerechte Handlungsalternativen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf bewegungsorientierten Übungen, da Kinder in aktiven Lernformen nachhaltiger lernen. Ergänzt wird dies durch sprachliche Elemente und gemeinschaftliche Reflexion.

Im Rahmen mehrerer Unterrichtseinheiten arbeiteten die Klassen an praktischen Übungen, Partnerspielen und Gesprächsformaten. Dabei wurden typische Konfliktsituationen aufgegriffen und lösungsorientiert bearbeitet. Die Kinder hatten zudem die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und Themen aus ihrem Schulalltag zu benennen.

Das Konzept zielt nicht nur auf kurzfristige Effekte, sondern auf eine dauerhafte Verankerung im Schulalltag. Lehrkräfte wurden in begleitenden Fortbildungen darauf vorbereitet, die Inhalte eigenständig weiterzuführen und in ein schulisches Gesamtkonzept des sozialen Lernens zu integrieren.

Ergänzend fand zu Beginn des Projekts ein praxisorientierter Elternabend statt, der Methoden und Ansätze zur Unterstützung der Kinder im Umgang mit Konflikten vermittelte.

Das Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 14 Jahren und behandelt neben allgemeinen Konflikten auch Themen wie Mobbing, Gruppendruck und Grenzverletzungen. Gleichzeitig werden Werte wie Achtsamkeit, Hilfsbereitschaft und Freundschaft gefördert.

Die unterstützende Stiftung engagiert sich seit mehreren Jahren in Nordrhein-Westfalen für die Verbreitung des Konzepts und hat bereits zahlreiche Schulen bei der Einführung und Weiterentwicklung entsprechender Maßnahmen finanziell begleitet.

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