Tag der Luftretter

Wtotal/CCA


Am bundesweiten „Tag der Luftretter“ ist der Rettungshubschrauber „Christoph Rheinland“ gleich zweimal in Wuppertal im Einsatz gewesen. Der 19. März stellt die Bedeutung der Luftrettung für die Notfallversorgung in den Mittelpunkt.
Der in Köln stationierte Hubschrauber wurde zunächst zum Helios Universitätsklinikum in Wuppertal-Barmen gerufen, um einen Säugling aufzunehmen. Das Kind wurde zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik nach Ulm geflogen. Nach der Rückführung des eingesetzten Inkubators nach Süddeutschland folgte ein weiterer Einsatz: Eine verletzte Person wurde aufgenommen und zur medizinischen Versorgung nach Bochum transportiert.
Der Aktionstag geht auf eine Initiative der DRF Luftrettung zurück und erinnert an den Beginn der zivilen Luftrettung in Deutschland. Am 19. März 1973 startete erstmals ein Rettungshubschrauber zu einem Einsatz. Seither ist die Luftrettung aus dem Rettungssystem nicht mehr wegzudenken.
Neben der DRF Luftrettung ist auch die ADAC Luftrettung im Einsatz. Ergänzt wird das System durch die Fliegerstaffeln der Bundespolizei, die insbesondere bei besonderen Einsatzlagen unterstützen.
Die Einsätze werden von speziell ausgebildeten Teams durchgeführt, bestehend aus Piloten, Notärzten und Notfallsanitätern. Sie stehen ganzjährig bereit und werden alarmiert, wenn schnelle Hilfe über den Landweg nicht ausreicht. Innerhalb eines Einsatzradius von rund 60 Kilometern erreichen die Hubschrauber Einsatzorte in der Regel innerhalb von 15 Minuten.
Neben der schnellen Verfügbarkeit ist die medizinische Ausstattung entscheidend. Moderne Diagnostik ermöglicht es, bereits am Einsatzort lebenswichtige Maßnahmen einzuleiten. Anschließend werden Patienten zügig und schonend in geeignete Kliniken transportiert.
Auch bei Dunkelheit bleibt die Luftrettung einsatzfähig. Durch spezielle Ausbildung, Instrumentenflug und den Einsatz von Nachtsichttechnik ist ein Betrieb rund um die Uhr gewährleistet. Mehrere Stationen halten dafür dauerhaft einsatzbereite Besatzungen vor.
Rettungshubschrauber werden in Deutschland durchschnittlich rund 100 Mal täglich alarmiert. Besonders bei schweren Unfällen sowie akuten Erkrankungen wie Herzinfarkten oder Schlaganfällen kann der schnelle Transport über den Luftweg entscheidend für den Behandlungserfolg sein.

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