Wuppertal und Sprockhövel treiben gemeinsames Gewerbegebiet voran

Daniel H/CCA


Die Planungen für ein gemeinsames Gewerbegebiet von Wuppertal und Sprockhövel nehmen erste konkrete Formen an. Zwar befindet sich das Vorhaben weiterhin in einem frühen Stadium, dennoch ist mit einem einstimmigen Ratsbeschluss in Sprockhövel ein wichtiger Schritt erfolgt. Die Kommune hat beschlossen, die Gespräche mit der Stadt Wuppertal und dem Regionalverband Ruhr fortzuführen sowie die erforderlichen Untersuchungen zu den ökologischen und verkehrlichen Auswirkungen des Projekts einzuleiten.

Das geplante Gewerbeareal soll im Bereich der Schmiedestraße nahe der Anschlussstelle Wuppertal-Nord an der A46 entstehen. Die verkehrliche Erschließung ist über die Sprockhöveler Seite vorgesehen, da eine Anbindung über das Wuppertaler Stadtgebiet nach Einschätzung der Planer nicht sinnvoll realisierbar wäre. Durch die Lage in unmittelbarer Nähe zum Autobahnkreuz sollen die künftigen Gewerbeflächen eine leistungsfähige Verkehrsanbindung erhalten.

Das Vorhaben umfasst eine Fläche von rund 153 Hektar und erstreckt sich über das Gebiet beider Städte. Da die beteiligten Kommunen unterschiedlichen Regionalplanungsbehörden angehören, sind zunächst Änderungen auf Ebene der Regionalplanung erforderlich. Die Flächen müssen sowohl im Regionalplan Ruhr als auch im Regionalplan Düsseldorf als Siedlungs- beziehungsweise Gewerbeflächen ausgewiesen werden. Derzeit sind sie überwiegend als Freiraum- und Agrarbereiche festgelegt.

Hinzu kommt, dass sich die Grundstücke größtenteils in Privatbesitz befinden. Nach Angaben der Planungsverantwortlichen gibt es jedoch bereits erste positive Signale hinsichtlich einer möglichen Verkaufsbereitschaft der Eigentümer.

Die Fläche an der Schmiedestraße gehört zu den gewerblichen Entwicklungsreserven, die der Rat der Stadt Wuppertal im Rahmen des Handlungsprogramms für neue Gewerbeflächen im Jahr 2024 beschlossen hat. Konkrete Ansiedlungspläne bestehen zwar noch nicht, die grundsätzliche Ausrichtung des Projekts zeichnet sich jedoch bereits ab.

Beide Städte verfolgen das Ziel, vor allem mittelständischen Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Betriebe aus der Region, die ihre bestehenden Standorte erweitern oder verlagern möchten. Ein großflächiger Logistikstandort ist nach derzeitigem Planungsstand dagegen nicht vorgesehen. Die Abstimmung über die künftige Nutzung soll im weiteren Verfahren gemeinsam erfolgen, wobei die Vorstellungen beider Kommunen weitgehend übereinstimmen.

Auch die wirtschaftliche Ausgestaltung des Projekts ist bereits Gegenstand erster Überlegungen. Geplant ist eine gemeinsame Entwicklung des Gewerbegebiets, bei der sowohl die Investitionen als auch die späteren Gewerbesteuereinnahmen zwischen Wuppertal und Sprockhövel aufgeteilt werden. Eine verbindliche Vereinbarung liegt allerdings noch nicht vor, da sich das Vorhaben noch in einer frühen Planungsphase befindet.

Mit einer Ansiedlung erster Unternehmen wird nach aktuellem Stand frühestens zu Beginn der 2030er-Jahre gerechnet.

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