Erneuerung des Bauwerks steht vor dem Abschluss – Anschließend folgen Straßenarbeiten in Heckinghausen. Weitere Sanierungsprojekte im Stadtgebiet sind bereits geplant.
Wuppertal. Nach mehr als anderthalb Jahren Bauzeit nähert sich die Erneuerung der Brücke Waldeckstraße in Heckinghausen ihrem Abschluss. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen die Arbeiten am Bauwerk bis Ende November 2026 beendet sein. Seit März 2025 ist die Brücke für den Verkehr gesperrt. Die Wiedereröffnung rückt damit näher als ursprünglich erwartet.
Bezirksbürgermeister Stefan Kühn (SPD) sieht die angekündigte Fertigstellung als Bestätigung des vorgesehenen Zeitplans. Die Stadt hatte den Abschluss der Arbeiten für den Herbst 2026 in Aussicht gestellt. Mit dem geplanten Termin Ende November würde dieses Ziel erreicht.
Brückenneubau vor Abschluss
Die umfangreiche Baumaßnahme kostet rund 6,9 Millionen Euro. In den vergangenen Monaten wurden wesentliche Arbeiten am Bauwerk abgeschlossen. Im April setzten die Fachkräfte die Brückenträger ein, im Juni folgte die Betonierung der Fahrbahnplatten. Ende September waren auch die Gehwege fertiggestellt.
Derzeit laufen die abschließenden Arbeiten an der Brücke. Nach deren Abschluss beginnt unmittelbar die Sanierung der Waldeckstraße außerhalb des Brückenbereichs.
Auch die Wuppertaler Stadtwerke sind dort tätig. Sie verlegen derzeit neue Rohrleitungen. Noch fehlen ein Messschacht sowie die abschließende Wiederherstellung der Straßenoberflächen. Die Stadtwerke rechnen ebenfalls damit, ihre Arbeiten bis Ende November abzuschließen.
Waldeckstraße erhält neue Fahrbahn und barrierefreie Haltestellen
Für die anschließende Straßensanierung sind rund eine Million Euro vorgesehen. Die gesamte Waldeckstraße außerhalb des Brückenbauwerks wird dabei berücksichtigt. Geplant ist eine neue Deckschicht für die Fahrbahn.
Darüber hinaus werden zwei Bushaltestellen und eine Querungsstelle barrierefrei umgebaut. Damit sollen insbesondere die Zugänglichkeit und die Sicherheit für Fußgänger verbessert werden.
Die Bauleitung koordiniert derzeit die einzelnen Gewerke, um einen möglichst reibungslosen Übergang zwischen den Maßnahmen zu gewährleisten. Da die Arbeiten teilweise von den Witterungsverhältnissen abhängig sind, können sich die Abläufe kurzfristig ändern. Die Stadt strebt an, sämtliche Arbeiten bis zum Jahresende abzuschließen.
Die lange Sperrung hat den Verkehr in Heckinghausen erheblich beeinträchtigt. Mit der Wiederöffnung der Brücke wird eine Entlastung des Stadtteils erwartet.
Weitere Brückensanierungen in Wuppertal geplant
Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Waldeckstraße endet die Bautätigkeit in Heckinghausen jedoch nicht. In den kommenden Jahren stehen weitere umfangreiche Sanierungen von Brücken im Stadtgebiet an.
Auch die Brücke Fischertal in Barmen muss erneuert werden. Die ursprünglich für 2026 im Rahmen der Korridorsanierung vorgesehene Maßnahme wurde auf 2028 verschoben. Aufgrund des erheblichen Schadensbildes war allerdings bereits zuvor ein provisorisches Bauwerk erforderlich.
Rauenthaler Tunnel wird ab 2027 erneuert
Ein weiteres großes Infrastrukturprojekt beginnt im Januar 2027 mit der Sanierung des Rauenthaler Tunnels. Das Bauwerk ist 265 Meter lang und stammt aus dem Jahr 1889. Es besteht aus zwei parallel verlaufenden, jeweils eingleisigen Röhren.
Die östliche Röhre ist seit 2005 gesperrt. Ursache sind Schäden am Mauerwerk, darunter Feuchtigkeitsprobleme, Hohlstellen und Risse. Im Zuge der anstehenden Erneuerung sollen die beiden bisherigen Röhren zu einem zweigleisigen Tunnel zusammengeführt werden.
Damit soll die Strecke zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Remscheid-Lennep langfristig wieder durchgehend zweigleisig nutzbar sein. Für die Bauarbeiten ist eine vollständige Sperrung des Tunnels notwendig. Konkrete Informationen zum Schienenersatzverkehr für die S-Bahn-Linie 7 liegen bislang nicht vor.
Langerfelder Tunnel soll Teil einer neuen Trasse werden
Unmittelbar neben dem Rauenthaler Tunnel befindet sich der Langerfelder Tunnel, der bereits seit 1986 außer Betrieb ist. Eine Wiederaufnahme des Zugverkehrs ist dort nicht vorgesehen.
Stattdessen soll das ehemalige Tunnelbauwerk künftig in die geplante Langerfeld-Trasse integriert werden. Damit ist auch dieser Bereich Teil der langfristigen Infrastrukturplanung für Wuppertal.