Zahl der Angriffe auf Polizeibeamte in Wuppertal steigt deutlich

Anka/CCA


Die Zahl der Angriffe auf Polizeibeamte nimmt in Wuppertal spürbar zu. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft beschäftigen entsprechende Vorfälle die Ermittlungsbehörden mittlerweile regelmäßig. Durchschnittlich werden monatlich rund 60 Fälle registriert, bei denen Einsatzkräfte bedroht, geschubst oder körperlich angegriffen werden. Das entspricht etwa zwei Vorfällen pro Tag.
Die Staatsanwaltschaft beobachtet dabei eine zunehmende Aggressivität gegenüber Einsatzkräften, insbesondere gegenüber Polizisten im Dienst. Die Bandbreite der Taten reicht von verbalen Bedrohungen bis hin zu körperlichen Angriffen. Auch scheinbar geringfügige Handlungen können strafrechtlich erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. In einem aktuellen Fall führte das bewusste Anhusten eines Beamten unter der Behauptung, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr ohne Bewährung. In einem weiteren Verfahren wurde ein Täter wegen versuchter Tritte gegen den Kopf eines Polizisten zu zehn Monaten Haft verurteilt.
Die Aufklärungsquote bei solchen Delikten gilt als hoch. Viele der registrierten Vorfälle können daher strafrechtlich verfolgt und vor Gericht gebracht werden. Seit fast vier Jahren besteht bei der Staatsanwaltschaft ein spezielles Dezernat, das sich ausschließlich mit Straftaten gegen Vollstreckungsbeamte befasst. Mehrere Staatsanwälte bearbeiten dort die entsprechenden Ermittlungsverfahren.

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