Bahn schließt Reisezentrum im Wuppertaler Hauptbahnhof – Gespräche über neue Ticketlösung

Alessandro Osipov/CCA




Die Deutsche Bahn plant, ihr Reisezentrum im Wuppertaler Hauptbahnhof zum 14. Dezember zu schließen. Dennoch soll der persönliche Verkauf von Fernverkehrstickets nach Informationen der Westdeutschen Zeitung auch künftig möglich bleiben.

Nach aktuellem Stand führt die Bahn Gespräche mit der Transdev Vertrieb GmbH, dem Vertriebsdienstleister des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR). Ziel ist es, den Verkauf von Fahrkarten weiterhin vor Ort sicherzustellen. Transdev betreibt im Hauptbahnhof bereits eine Verkaufsstelle in der dortigen Buchhandlung, über die künftig auch Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn angeboten werden könnten.

Wie aus internen Kreisen bekannt wurde, hat die DB Fernverkehr AG Transdev eine vergütete Kooperation vorgeschlagen, um den Reisenden eine nahtlose Fortführung des Ticketverkaufs zu ermöglichen. Die Verhandlungen darüber laufen derzeit.

Als Grund für die Schließung des Reisezentrums nennt die Bahn mangelnde Wirtschaftlichkeit. Nachdem der VRR den Verkauf von Nahverkehrstickets bereits vor einigen Jahren an einen anderen Anbieter vergeben hatte, darf die Bahn in Wuppertal keine Fahrscheine für den Nahverkehr mehr verkaufen. Dadurch sei der Betrieb des Reisezentrums nicht länger rentabel.

Der VRR hatte auf Nachfrage erklärt, dass in der Vergangenheit an anderen Standorten ähnliche Lücken durch Kooperationen mit Transdev geschlossen wurden. So übernahm der Dienstleister in mehreren nordrhein-westfälischen Städten – etwa in Hagen – den Verkauf von Fernverkehrstickets in ehemaligen DB-Reisezentren.

Für Wuppertal gibt es bislang keine endgültige Entscheidung. Sollte die Bahn jedoch eine Zusammenarbeit mit Transdev anstreben, könnte auch hier eine vergleichbare Lösung umgesetzt werden, sodass Fahrgäste weiterhin persönlich betreute Tickets für den Fernverkehr erwerben können.

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