Bahnstrecke zwischen Hagen und Düsseldorf erneut wochenlang gesperrt

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Umfangreiche Bauarbeiten sorgen für Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr

Kaum ist die monatelange Generalsanierung des Bahnkorridors zwischen Köln, Wuppertal und Hagen abgeschlossen, steht Reisenden in Nordrhein-Westfalen bereits die nächste größere Einschränkung bevor. Ab dem 10. Juli um 21 Uhr wird die S-Bahn-Strecke zwischen Hagen und Düsseldorf erneut für mehrere Wochen gesperrt. Die Bauarbeiten dauern bis zum 4. September und führen zu zahlreichen Ausfällen sowie Ersatzverkehren.

Bereits seit Anfang Februar war die Strecke im Zuge einer umfassenden Modernisierung gesperrt. Während dieser Arbeiten erneuerte die Deutsche Bahn unter anderem mehr als 80 Kilometer Gleise, 28 Weichen sowie rund 30 Kilometer Oberleitungen. Mit dem Ende dieser Maßnahme beginnt unmittelbar die nächste Bauphase.

Bahnhofsmodernisierung an mehreren Standorten

Im Mittelpunkt der kommenden Arbeiten stehen die Bahnhöfe entlang der Strecke. Modernisiert werden die Stationen Schwelm, Wuppertal-Oberbarmen, Wuppertal-Barmen, Wuppertal Hauptbahnhof, Wuppertal-Vohwinkel und Haan-Gruiten. Darüber hinaus sind Bauarbeiten am Bahnhof Erkrath vorgesehen.

Die Maßnahmen erfolgen in zwei Bauabschnitten. Der erste Zeitraum erstreckt sich vom 10. Juli bis zum 7. August, der zweite vom 21. August bis zum 4. September. Zwischen beiden Bauphasen verkehren die betroffenen S-Bahnen für rund zwei Wochen wieder regulär.

Mehrere Linien von Ausfällen betroffen

Besonders starke Auswirkungen hat die Sperrung auf die Linie S 8. Sie entfällt während der Bauarbeiten vollständig zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Hagen Hauptbahnhof. Als Ersatz werden Busse eingesetzt, die tagsüber zwischen Düsseldorf und Wuppertal-Oberbarmen verkehren. In den Abend- und Nachtstunden wird der Ersatzverkehr bis Hagen ausgeweitet.

Auch die Linie S 9 kann den Abschnitt zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Hagen nicht bedienen. Fahrgäste müssen ebenfalls auf Busse ausweichen.

Die S 28 fällt in der ersten Bauphase zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Wuppertal Hauptbahnhof aus. Während des zweiten Bauabschnitts wird die Unterbrechung bis Düsseldorf Hauptbahnhof ausgeweitet.

Weitere Einschränkungen betreffen die S 68 zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Wuppertal-Vohwinkel sowie den Regionalexpress RE 49 zwischen Essen-Kupferdreh, Wuppertal Sonnborner Ufer und Wuppertal Hauptbahnhof. Auch hier richtet die Bahn Ersatzverkehre mit Bussen ein.

Die Linie S 7 bleibt zunächst von den Bauarbeiten verschont. Im zweiten Bauabschnitt müssen jedoch auch dort Fahrgäste zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und Remscheid-Lüttringhausen auf Busse umsteigen.

Schwerpunkt auf Barrierefreiheit und Lärmschutz

An den betroffenen Bahnhöfen werden Bahnsteige, Dächer und Zugänge modernisiert. Ein wesentlicher Teil der Arbeiten dient dem Ausbau der Barrierefreiheit. Am Wuppertaler Hauptbahnhof wird zudem die neue Anbindung an die Südstadt weiter vorangetrieben.

Zusätzlich entstehen am Bahnhof Erkrath neue Bahnsteiganlagen mit unterschiedlichen Einstiegshöhen. Entlang der Strecke errichtet die Bahn außerdem rund drei Kilometer Schallschutzwände. Die bis zu drei Meter hohen Anlagen sollen die Lärmbelastung für Anwohner deutlich reduzieren.

Fernverkehr nicht betroffen

Während der S-Bahn-Verkehr erneut erheblich eingeschränkt wird, soll der Fernverkehr auf dem Korridor zwischen Hagen und Köln ab dem 11. Juli wieder ohne Umleitungen verkehren. Nach fünf Monaten können ICE- und IC-Züge damit auf dieser Strecke wieder den regulären Fahrplan aufnehmen.

Die Modernisierung der Bahnhöfe entlang der Strecke soll nach derzeitiger Planung bis Ende 2027 abgeschlossen werden.

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