Einsatz für Wuppertals Straßenkatzen: Ehrenamtliche kämpfen gegen das Leid an der Schmitteborn

Särge/CCA



Fehlende Verantwortung verschärft die Situation

An der Schmitteborn in Wuppertal leben zahlreiche verwilderte Katzen unter schwierigen Bedingungen. Viele Tiere sind unterernährt, krank oder verletzt. Obwohl sie regelmäßig gefüttert werden, bleibt das eigentliche Problem bestehen: eine unkontrollierte Vermehrung, die das Leid nur weiter verschärft.

Besonders dramatisch zeigt sich die Situation an Einzelfällen wie einem schwer kranken Kater, der erst nach Tagen eingefangen und dann eingeschläfert werden musste. Solche Schicksale sind kein Einzelfall – und das Problem wird sich weiter ausweiten, wenn keine nachhaltigen Maßnahmen ergriffen werden.

Tierschutz zwischen Engagement und fehlender Durchsetzung

Ehrenamtliche Helfer setzen sich inzwischen aktiv dafür ein, die Straßenkatzen medizinisch zu versorgen und langfristige Lösungen zu finden. Mithilfe von Spendengeldern werden Lebendfallen bereitgestellt, mit denen die Tiere eingefangen, kastriert und tierärztlich untersucht werden können. Nach der Behandlung werden sie entweder in ein Tierheim vermittelt oder an ihren gewohnten Lebensraum zurückgeführt – mit der wichtigen Maßgabe, dass sie sich nicht weiter vermehren.

Rein rechtlich ergibt sich eine komplexe Situation: Während Fundtiere dem Ordnungsamt zugeordnet werden können, gibt es für verwilderte Katzen keine klare behördliche Zuständigkeit. Tatsächlich wächst die Verantwortung jedoch all jenen zu, die die Tiere über längere Zeit füttern. Dennoch wird diese Regelung bislang nicht konsequent durchgesetzt, was dazu führt, dass sich das Problem immer weiter verschärft.

Ehrenamtliche rufen zur Mithilfe auf

Damit sich die Lage an der Schmitteborn nicht weiter verschlimmert, setzen sich freiwillige Helfer intensiv für eine langfristige Lösung ein. Neben der Kastration sei es essenziell, die Tiere medizinisch zu versorgen und verantwortungsvolle Strukturen zu schaffen. Einige der Katzen seien noch an den Menschen gewöhnt und könnten mit etwas Geduld sogar in ein neues Zuhause vermittelt werden.

Wer sich engagieren möchte, kann sich direkt an die Helfer wenden oder den Katzenschutzbund unterstützen. Weitere Informationen gibt es unter:

Kontakt für freiwillige Helfer: diekatzenanderschmitteborn@gmail.com

Informationen zu Kastrationen und Spenden: katzenschutzbund-wuppertal.de

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