Leichte Aufhellung der Geschäftslage im Bergischen Städtedreieck

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Wuppertal – Nach einer langen Phase der wirtschaftlichen Zurückhaltung zeigt sich unter den Unternehmen im Bergischen Städtedreieck erstmals wieder verhaltener Optimismus. Dies geht aus dem Regionalen Konjunkturbarometer für das erste Quartal 2025 hervor, das von der Bergischen Universität Wuppertal erhoben wurde.

Demnach bewerten Unternehmen aus Industrie, Bau, Handel und dem Dienstleistungssektor ihre aktuelle Geschäftslage spürbar besser als im Vorquartal. Zwar beurteilen die meisten Betriebe ihre Lage weiterhin als lediglich befriedigend, doch ist der Anteil derer, die eine schlechte Geschäftssituation sehen, deutlich zurückgegangen. Eine kleine Minderheit spricht bereits von einer guten Geschäftslage. Insgesamt ergibt sich ein leicht positives Bild, wobei sich die Einschätzungen spürbar von den Tiefstwerten des Vorquartals erholt haben.

Auch die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate sind optimistischer geworden. Die Mehrheit der befragten Unternehmen rechnet jedoch mit einer stabilen Entwicklung, während deutliche Verbesserungen nur vereinzelt erwartet werden – insbesondere im Baugewerbe und im Handel bleibt die Hoffnung auf kurzfristige Impulse gering. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Pessimisten, die eine Verschlechterung befürchten, im Vergleich zu Ende 2024 spürbar verringert. Die Stimmung bleibt damit verhalten, aber weniger von Zukunftsängsten geprägt.

Die regionalen Entwicklungen spiegeln die bundesweiten Trends wider: Auch deutschlandweit hat sich das Geschäftsklima laut ifo-Index Anfang 2025 leicht aufgehellt. Während die aktuelle Lageeinschätzung nur moderat zulegte, zeigen sich die Erwartungen der Unternehmen wieder optimistischer.

Bessere Erwartungen im Produzierenden Gewerbe

An der aktuellen Erhebung beteiligten sich 272 Unternehmen, die nicht nur allgemeine Einschätzungen, sondern auch branchenspezifische Angaben machten. Besonders bemerkenswert ist die positive Entwicklung im Produzierenden Gewerbe: Trotz gleichbleibender Produktnachfrage bei rund 60 Prozent der Betriebe verbesserten sich die Geschäftserwartungen deutlich. Diese Entwicklung wird weniger auf die Auftragslage als vielmehr auf politische Faktoren zurückgeführt. Die Hoffnung auf wirtschaftsfreundlichere Rahmenbedingungen nach der Bundestagswahl und die Maßnahmen aus dem Koalitionsvertrag dürften die Erwartungen maßgeblich beeinflusst haben.

Im Baugewerbe hingegen blieb die Aufhellung der Erwartungen verhalten. Besonders im Tief- und Straßenbau waren optimistischere Einschätzungen erwartet worden, nachdem ein Sondervermögen für Infrastruktur verabschiedet wurde. Rückfragen ergaben jedoch, dass große Skepsis besteht: Verzögerungen bei Planungs- und Vergabeverfahren sowie Unsicherheiten über die tatsächliche Mittelverteilung in der Region dämpfen die Erwartungen.

Dienstleistungssektor zeigt Widerstandskraft

Der Dienstleistungssektor präsentierte sich auch im ersten Quartal 2025 robust gegenüber dem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld. Viele Unternehmen berichteten von stabilen Geschäftslagen und positiven Erwartungen. Diese Widerstandskraft wird auf die hohe Anpassungsfähigkeit der Dienstleister zurückgeführt: Flexibilität in den Geschäftsmodellen sowie die Fokussierung auf digitale Angebote und neue Geschäftsfelder tragen ebenso dazu bei wie die anhaltend starke Nachfrage in Teilbereichen wie IT- und Beratungsdienstleistungen.

Uneinheitliche Beschäftigungsentwicklung

Beim Beschäftigungsbarometer zeigte sich ein gemischtes Bild. Während in Industrie und Bau weiterhin mehr Unternehmen Stellen abbauen als aufbauen wollen, entspannte sich die Lage im Handel leicht. Im Dienstleistungsbereich bleibt die Beschäftigungsplanung im positiven Bereich, wenngleich auch hier eine etwas vorsichtigere Haltung gegenüber dem Vorquartal erkennbar ist.

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