In den Nächten um den 22. April erreicht der Meteorstrom der Lyriden seinen jährlichen Höhepunkt und bietet auch über Wuppertal die Möglichkeit, Sternschnuppen zu beobachten. Unter günstigen Bedingungen können dabei bis zu 20 Meteore pro Stunde am Himmel erscheinen.
Die Lyriden gehören zu den ältesten bekannten Meteorströmen und haben ihren Ursprung im Sternbild Leier. Ihr sogenannter Radiant liegt in der Nähe des hellen Sterns Wega. Von dort scheinen die Sternschnuppen auszugehen, tatsächlich handelt es sich jedoch um kleine Staub- und Gesteinspartikel, die mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintreten. Dabei erreichen sie Geschwindigkeiten von rund 50 Kilometern pro Sekunde und verglühen in großer Höhe.
Die besten Beobachtungsbedingungen herrschen in den Stunden nach Mitternacht, wenn der Radiant höher am Himmel steht. Voraussetzung ist ein klarer Himmel ohne dichte Bewölkung. Auch die Mondphase spielt eine entscheidende Rolle, da helles Mondlicht die Sicht auf schwächere Meteore erheblich einschränken kann.
Grundsätzlich ist das Himmelsereignis auch in Wuppertal sichtbar. Allerdings beeinflusst die Lichtverschmutzung in dicht besiedelten Gebieten die Beobachtungsqualität deutlich. Während im Stadtgebiet häufig nur einzelne Sternschnuppen wahrgenommen werden, steigen die Chancen in den Außenbereichen und höher gelegenen Lagen der Stadt erheblich. Dort ermöglicht ein dunklerer Himmel eine bessere Sicht auf das Naturschauspiel.
Die theoretische maximale Anzahl von bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde wird in der Praxis selten erreicht, da sie von optimalen Bedingungen abhängt. Dennoch bieten die Lyriden jedes Jahr eine verlässliche Gelegenheit, auch ohne technische Hilfsmittel einen Blick auf dieses astronomische Ereignis zu werfen.
Lyriden über Wuppertal: Sternschnuppen im Aprilhimmel sichtbar
Wtotal/CCA