In der Pinguinanlage des Wuppertaler Zoos hat ein gleichgeschlechtliches Tierpaar ein Ei eines anderen Paares übernommen und kümmert sich nun um dessen Ausbrüten. Die beiden männlichen Pinguine sind bereits mehrfach durch ein solches Verhalten aufgefallen und zeigen ein ausgeprägtes Interesse an der Aufzucht von Nachwuchs.
Obwohl sie selbst keine Eier legen können, gelten die Tiere als zuverlässig in der Brutpflege und Aufzucht. Das ursprüngliche Elternpaar hat das Ei verloren, innerhalb der Kolonie wird dieses Verhalten jedoch als Teil natürlicher sozialer Dynamiken eingeordnet. Der Zoo weist darauf hin, dass vergleichbare Vorgänge auch in freier Wildbahn vorkommen können, insbesondere wenn Eier ungeschützt bleiben.
Am 26. April erhalten Besucher im Rahmen eines Aktionstages besondere Einblicke in das Leben der Pinguine. Neben Führungen und kommentierten Fütterungen steht dabei auch die Vermittlung von Wissen über bedrohte Pinguinarten im Mittelpunkt.
Parallel dazu verzeichnet der Zoo derzeit eine hohe Zahl an Jungtieren in allen drei gehaltenen Arten: Brillen-, König- und Eselspinguine. Vor allem bei den Brillenpinguinen ist der Nachwuchs auffällig zahlreich. Einige Küken werden aufgrund medizinischer Behandlungen von Hand versorgt. Auch bei den Königspinguinen gibt es Jungtiere, die sich durch ihr dichtes, flauschiges Gefieder deutlich von ausgewachsenen Tieren unterscheiden. Die Entwicklung wird als Hinweis auf stabile Haltungsbedingungen gewertet.
Männliches Pinguinpaar brütet fremdes Ei im Wuppertaler Zoo aus
Daniel H/ CCA