Prozess nach schwerem Foul bei Amateurfußballspiel in Wuppertal

Dimitri Kamaras/CCA



Vor dem Amtsgericht Wuppertal hat am Montag der Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Fußballspiel begonnen. Der Vorfall ereignete sich vor rund einem Jahr auf dem Sportplatz Höfen in Oberbarmen während einer Begegnung zwischen Grün-Weiß Wuppertal und Breite Burschen Barmen.

Angeklagter soll gezielt Gegenspieler gefoult haben

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht ein 23 Jahre alter Spieler, der kurz nach seiner Einwechslung einen gegnerischen Spieler mit einer Grätsche zu Fall gebracht haben soll – ohne realistische Möglichkeit, den Ball zu spielen. Der betroffene Gegenspieler erlitt dabei eine schwere Verletzung: Sein Sprunggelenk brach und wurde ausgerenkt.

Mitangeklagter soll Foul provoziert haben

Neben dem mutmaßlichen Täter steht auch ein 56 Jahre alter Mann vor Gericht. Ihm wird Beihilfe vorgeworfen. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll er den jungen Spieler unmittelbar vor dessen Einwechslung zu dem Foul angestachelt haben. Laut Anklage wies er ihn sinngemäß auf einen „Auftrag“ hin, den dieser auf dem Spielfeld ausführen sollte. Nach der Aktion soll der 23-Jährige entsprechende Bemerkungen gemacht haben, die auf eine gezielte Absicht hindeuten.

Fortsetzung der Verhandlung im Dezember

Das Gericht prüft nun, inwieweit die Tat als vorsätzliche Körperverletzung im Rahmen des Spiels zu werten ist. Die Hauptverhandlung wird im Dezember fortgesetzt.

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