Trotz Trockenphase: Trinkwassertalsperren gut gefüllt

Die Wupper-Talsperre (Foto: Frank Vincentz - CC BY-SA 3.0)

Aufzeichnungen des Wupperverbandes belegen: Nach trockenem Februar folgte ein sehr trockener März. An der Messstelle Bever-Talsperre war es die zweittrockenste Periode im Februar und März in 118 Jahren Datenaufzeichnung an dieser Station.

Sieben Liter Regen pro Quadratmeter fielen hier im März, nur sieben Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 96 Litern. An den anderen Stationen war es vergleichbar: Die Messstelle Lindscheid / Große Dhünn-Talsperre erfasste insgesamt zehn Liter, 88 sind es dort im Mittel, die Wuppertaler Messstelle Kläranlage Buchenhofen verzeichnete acht Liter, im Durchschnitt regnet es hier 92 Liter. An allen drei Stationen war es jeweils der niederschlagsärmste März seit Beginn der Aufzeichnungen. Die niederschlagärmste Messstelle war wieder die Station auf der Kläranlage Leverkusen. Hier fielen lediglich drei Liter, 62 sind es dort durchschnittlich. Am nassesten war es an der Messstelle Krebsöge an der Wupper-Talsperre, aber auch hier fielen nur elf Liter im gesamten März.

Trotzdem sind die Trinkwassertalsperren zurzeit gut gefüllt: Die Hauptsperre der Großen Dhünn-Talsperre, der zweitgrößten Deutschlands, zu 86 Prozent, die Kerspe-Talsperre zu 95 und die Herbringhauser Talsperre zu 73 Prozent. Auch bei einem trockenen Sommer 2025 ist aus diesen Talsperren die Rohwasserbereitstellung zur Trinkwasserversorgung sichergestellt.
Die fehlenden Niederschläge machen sich aber in den Brauchwassertalsperren, insbesondere der Wupper-Talsperre, bemerkbar – diese ist zurzeit etwa zur Hälfte gefüllt und liegt deutlich unter dem Soll, einen noch geringeren Füllstand hatte sie Anfang April bislang nur im Jahr 1996. Die Bever-Talsperre ist zurzeit zu circa 73 Prozent gefüllt. Im Winter wird in den Brauchwassertalsperren besonders viel Hochwasserschutzraum freigehalten. Dieser behördlich festgelegte Puffer gilt für mögliche Hochwasserereignisse durch Dauerregen und Schneeschmelze.

Zum Ende des Winters verringert sich der Hochwasserschutzraum, sodass in normalen Jahren im Februar und März wieder mehr Wasser in den Brauchwassertalsperren aufgestaut wird, um Wasservorrat für das Sommerhalbjahr anzulegen.
Wenn es nun in den kommenden Wochen weiterhin trocken bleibt, wird der Wupperverband mit der Bezirksregierung in Kontakt treten, um die Wassermenge für die Niedrigwasseraufhöhung maßvoll zu reduzieren. Diese Reduzierung von üblicherweise 3,5 Kubikmetern pro Sekunde – gemessen am Wuppertaler Pegel Kluserbrücke – auf drei Kubikmeter pro Sekunde wurde auch in vergangenen Trockenperioden bereits praktiziert und mit einem Gewässermonitoring begleitet.

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