VRR-Tarifreform verändert Ticketpreise im Nahverkehr

Daniel H/CCA



Mit dem 1. Juni ist die zweite Stufe der Tarifreform im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Kraft getreten. Für Fahrgäste ergeben sich dadurch wesentliche Änderungen bei der Preisstruktur im öffentlichen Nahverkehr.

Kern der Reform ist die Abschaffung der bisherigen Tarifwaben im gesamten Verbundgebiet. In mehreren Großstädten, darunter Wuppertal, waren Stadtgebiete bislang in verschiedene Waben unterteilt. Künftig orientiert sich die Preisberechnung ausschließlich an den jeweiligen Stadtgrenzen.

Die Neuregelung hat insbesondere Auswirkungen auf Fahrten, die nur wenige Kilometer über eine Stadtgrenze hinausführen. Während solche Verbindungen bislang häufig innerhalb benachbarter Tarifwaben lagen, wird nun in vielen Fällen ein reguläres Einzelticket für Fahrten zwischen zwei Städten erforderlich. Dadurch steigen die Kosten für einzelne Kurzstrecken teilweise deutlich an.

Betroffen sind unter anderem Verbindungen von Wuppertal-Vohwinkel nach Haan, von Wuppertal-Cronenberg nach Solingen sowie von Wuppertal-Ronsdorf nach Remscheid. Für diese Strecken fallen künftig höhere Ticketpreise an, obwohl die zurückgelegten Entfernungen vergleichsweise gering sind.

Die Wuppertaler Stadtwerke sowie der Fahrgastverband Pro Bahn NRW weisen in diesem Zusammenhang auf den landesweiten Luftlinientarif eezy.nrw hin. Das digitale Tarifmodell berechnet den Fahrpreis auf Grundlage der tatsächlich zurückgelegten Strecke zwischen Start- und Zielpunkt und kann insbesondere bei kurzen Fahrten über Stadtgrenzen hinweg eine deutlich günstigere Alternative zum klassischen Einzelticket darstellen.

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