Der Fußballverband Niederrhein (FVN) hat die Durchführungsbestimmungen für die Saison 2026/27 veröffentlicht. Damit stehen sowohl die Auf- und Abstiegsregelungen als auch die Modalitäten für Relegationsspiele und die Wertung bei Punktgleichheit fest. Im Vergleich zur Vorsaison bleiben die grundlegenden Bestimmungen weitgehend unverändert.
Auf- und Abstiegsmodus bleibt bestehen
In der Bezirksliga steigt der jeweilige Meister direkt in die Landesliga auf. Der Tabellenzweite erhält weiterhin die Möglichkeit, sich über die Aufstiegsrelegation für die höhere Spielklasse zu qualifizieren. Erreicht eine Mannschaft aus der Wuppertaler Gruppe zwei den zweiten Tabellenplatz, tritt sie nach Saisonende in einer Dreierrunde gegen die Vizemeister der Gruppen drei und vier an. Nur der Sieger dieser Relegation steigt in die Landesliga auf.
Am Tabellenende müssen mindestens drei Mannschaften den Gang in die Kreisliga A antreten. Der Tabellen-15. der Bezirksliga-Gruppe zwei erhält zusätzlich die Chance, den Klassenerhalt in einer Relegation mit Hin- und Rückspiel gegen den Tabellen-15. der Gruppe sechs zu sichern.
Direkter Vergleich entscheidet bei Punktgleichheit
Unverändert bleibt auch die Regelung zur Tabellenwertung bei Punktgleichheit auf auf- oder abstiegsrelevanten Plätzen. Zunächst entscheidet der direkte Vergleich zwischen den betroffenen Mannschaften über die Platzierung. Erst wenn dieser keinen Unterschied ergibt, wird ein Entscheidungsspiel angesetzt.
Ob diese Regelung auch im Fußballkreis Wuppertal/Niederberg verbindlich übernommen wird, ist zwar noch nicht offiziell beschlossen, gilt jedoch als wahrscheinlich. Bereits in der vergangenen Saison wurde dort ebenfalls der direkte Vergleich als erstes Entscheidungskriterium herangezogen.
Neue Spielregeln sollen die Nettospielzeit erhöhen
Zur Saison 2026/27 werden zudem mehrere Regeländerungen eingeführt, die zuletzt im internationalen Spitzenfußball erprobt wurden. Ziel ist es, Spielverzögerungen konsequenter zu unterbinden und die effektive Spielzeit zu erhöhen.
Künftig müssen ausgewechselte Spieler das Spielfeld innerhalb von zehn Sekunden verlassen. Wird diese Frist überschritten, darf der vorgesehene Einwechselspieler erst nach einer einminütigen Sperre am Spiel teilnehmen.
Auch gegen Zeitspiel bei vermeintlichen Verletzungen oder Krämpfen soll konsequenter vorgegangen werden. Darüber hinaus gelten für Standardsituationen kürzere Fristen: Sowohl bei Einwürfen als auch bei Abstößen stehen den Spielern künftig lediglich fünf Sekunden zur Verfügung. Wird diese Zeit überschritten, wechselt das Einwurfrecht beziehungsweise es folgen die entsprechenden Konsequenzen nach Regelwerk.
Eine weitere Anpassung betrifft das Tragen von Schmuck. Ohrstecker oder vergleichbare Gegenstände sind nur noch zulässig, wenn sie ordnungsgemäß und sicher abgeklebt sind. Über sämtliche Änderungen wurden die Vereine vor Beginn der neuen Saison informiert.
Wuppertaler Amateurfußball: Diese Änderungen gelten in der Saison 2026/27
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