Eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa sorgt bundesweit für Diskussionen. In der Umfrage vom 19. Mai 2026 wurden Bürger gefragt, welche Partei sie bei einer Bundestagswahl unter keinen Umständen erneut wählen würden. Die Ergebnisse zeigen deutliche Vorbehalte gegenüber mehreren etablierten Parteien.
Besonders häufig nannten die Befragten die Union. 20 Prozent erklärten, CDU und CSU künftig nicht mehr unterstützen zu wollen. Knapp dahinter folgt die SPD mit 19 Prozent. Auch die Grünen stoßen bei einem Teil der Wähler auf Ablehnung und erreichen 12 Prozent.
Die FDP kommt auf acht Prozent, während sieben Prozent die Linke ausschließen. Die AfD nannten fünf Prozent der Befragten. Das Bündnis Sahra Wagenknecht erreicht mit drei Prozent den niedrigsten Wert der Erhebung.
Die Zahlen verdeutlichen, wie stark sich politische Bindungen verändern und wie ausgeprägt die Distanz vieler Bürger gegenüber einzelnen Parteien inzwischen ist. Zugleich zeigen die Ergebnisse, dass sich Unzufriedenheit längst nicht mehr nur auf einzelne politische Lager beschränkt.
Vor diesem Hintergrund stellt sich auch in Wuppertal die Frage: Welche Partei würden die Menschen in der Stadt heute nicht mehr wählen? Welche politischen Entscheidungen haben das Vertrauen nachhaltig verändert — und welche Themen spielen dabei die größte Rolle?
Wuppertaler über ihre politische Distanz: Welche Partei kommt nicht mehr infrage?
Sandro Halank, Wikimedia commons/CCA