Wuppertal beschleunigt Neubesetzung zentraler Dezernentenposten

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Rat bündelt Auswahlverfahren für Kulturdezernat und Kämmerei – Entscheidung noch vor der Sommerpause angestrebt


Wuppertal steht vor der kurzfristigen Neubesetzung zweier Schlüsselpositionen in der Stadtverwaltung. Der Stadtrat hat beschlossen, neben der bereits vakanten Stelle des Kulturdezernenten nun auch die Position des Kämmerers zeitnah auszuschreiben. Ziel ist es, beide Posten bis zum Sommer neu zu besetzen.
Um das Verfahren zu straffen, wird die bereits eingesetzte Auswahlkommission für das Kulturdezernat zusätzlich mit der Suche nach einem neuen Kämmerer betraut. Eine getrennte Kommission, wie sie von Teilen der Opposition vorgeschlagen wurde, hätte nach Einschätzung der Ratsmehrheit zu erheblichen Verzögerungen geführt.
Der Zeitdruck ergibt sich vor allem aus dem bevorstehenden Wechsel des amtierenden Kämmerers Thorsten Bunte, der zum 1. Juli 2026 eine neue Aufgabe in Dortmund übernimmt. Angesichts der angespannten Haushaltslage kommt dieser Abgang für die Stadt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Wuppertal arbeitet derzeit an einem umfassenden Haushaltssicherungskonzept, das innerhalb der kommenden zehn Jahre zu einem ausgeglichenen Etat führen soll. Die Kämmerei spielt dabei eine zentrale Rolle.
Um einen geordneten Übergang zu gewährleisten, haben sich die Stadtspitzen von Wuppertal und Dortmund darauf verständigt, den Amtsantritt Buntes in Dortmund nicht vorzuziehen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die laufenden Planungen in Wuppertal nicht zusätzlich belastet werden.
Parallel dazu sorgt eine mögliche Personalie im Rathaus für Aufmerksamkeit. Innerhalb politischer Kreise wird darüber spekuliert, dass der SPD-Fraktionsvorsitzende Benjamin Thunecke Interesse an der Position des Kämmerers haben könnte. Eine konkrete Festlegung gibt es jedoch bislang nicht, sodass das Auswahlverfahren offiziell ergebnisoffen bleibt.

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